18. Februar 2026
Home » Blog » Wenn Karikaturen Dich erklären

Wenn Karikaturen Dich erklären

Wenn Karikaturen Dich erklären: Warum Klarheit wichtiger ist als Lautstärke

Habe ich den Trend verpasst oder habe ich mir nur zu viel Zeit gelassen?

Du weißt schon.
Die Karikatur von Dir.
Von der KI.

Buzzwords um Dich herum.
Ein bisschen Superheld.
Ein bisschen Disruption.
Ein bisschen Vision.

Ich habe mir jedes Mal die Bilder von der KI erklären lassen.
Die Einordnungen findest Du in der PDF samt den Bildern.

Am Anfang sah es noch harmlos aus.

Dann wurde es größer.
Dann lauter.
Dann absurder.

Und irgendwann saß ich da und habe mir beim Erklären zugeschaut, wie ich mich zeichne, während eine KI mich zeichnet, wie ich mich erkläre.

Und plötzlich war es kein Trend mehr.
Sondern ein Spiegel.

Wir leben nicht in einer zu komplexen Welt.
Wir leben in einer Übererzählten.

Alles will Bedeutung.
Alles will Aufmerksamkeit.
Alles will „Leadership“ sein.

Doch Orientierung ist keine Lautstärke-Frage.
Sie ist eine Entscheidung.

Vielleicht ist genau das die eigentliche Pointe.

Nicht, wie gut Dich eine KI darstellen kann.
Sondern wie klar Du bleibst, wenn alles um Dich herum rotiert.

Führung beginnt nicht bei der Inszenierung.
Sondern bei der Beobachtung.

Erst informierst Du Dich.
Dann entscheidest Du, wie Du Dich zeigst.
Dann handelst Du.
Und dann reflektierst Du.

Nicht zur Selbstoptimierung.
Sondern zur Selbstführung.

Und am Ende fragst Du Dich:
„War das Ausdruck von Klarheit oder nur Reaktion auf einen Trend?“

Orientierung entsteht nicht durch Erklärung, sondern durch bewusste Entscheidung zur Klarheit.

Was glaubst Du? Erklären wir uns heute zu viel oder zu wenig bewusst?

Reflexionsfragen für Dich

  • Wo folgst Du gerade einem Trend – und nennst es Strategie?
  • Wann hast Du Dich zuletzt beim Denken selbst beobachtet?
  • Was an Deinem öffentlichen Bild ist wirklich Entscheidung – und was Erwartung?
  • Wo verwechselst Du Sichtbarkeit mit Wirkung?
  • Was würde passieren, wenn Du bewusst weniger erklärst – und klarer entscheidest?

Impulse

Manchmal frage ich mich: Verpasse ich Trends oder verpassen Trends manchmal die Tiefe?

Nicht jeder Hype ist hohl.
Aber nicht jede Teilnahme ist notwendig.

Vielleicht beginnt Souveränität nicht damit, vorne dabei zu sein.
Sondern damit, bewusst einzusteigen oder bewusst draußen zu bleiben.

Trend ist Bewegung.
Haltung ist Richtung.

Es gibt einen Moment, in dem man merkt, dass man nicht nur handelt, sondern sich selbst beim Handeln zuschaut.

Dieser Abstand ist kein Zweifel.
Es ist Reife.

Wer sich selbst beobachten kann, muss sich weniger verteidigen.

Vielleicht ist genau das moderne Selbstführung.

Wir erklären heute viel.
  • Wir positionieren uns.
  • Wir rechtfertigen uns.
  • Wir optimieren uns.

Doch wann werden Erklärungen zur Endlosschleife?

Vielleicht ist nicht die Frage, wie gut wir uns darstellen.

Sondern wie bewusst wir entscheiden, wann genug erklärt ist.

Begriffe wie Vision, Agile oder Transformation sind nicht falsch.

Aber wenn alles wichtig ist, ist nichts mehr orientierend.

Bedeutung entsteht nicht durch Wiederholung.
Sondern durch Einordnung.

Sprache ist kein Dekor.
Sie ist Verantwortung.

Orientierung ist kein Framework.

Kein Trend.
Kein Kostüm.

Sie ist die Fähigkeit, ruhig zu bleiben, wenn alles rotiert.

Vielleicht ist das die unspektakulärste und zugleich stärkste Form von Führung.

Am Ende geht es nicht darum, ob ein Trend funktioniert.

Sondern ob Du bei Dir bleibst, während Du ihn nutzt.

Reichweite erzeugt Sichtbarkeit.
Resonanz erzeugt Wirkung.

Vielleicht ist genau das der Unterschied.

Folge mir auf LinkedIn

Stephan Davis

„Entdecke die Möglichkeiten“ ist ein Prinzip, dass nicht nur ein IKEA-Slogan ist, sondern viel mehr mit der Gestaltung des täglichen Miteinanders zusammenhängt. Das erfordert unkonventionelles Herangehen, Denken und Handeln. Das zeichnet mich auch im Wesentlichen aus.

Alle Beiträge ansehen von Stephan Davis →